31. Mai 2020 – Mellbystrand

Ich war also schon vor dem Wecker klingeln wach. Nur einige Stunden geschlafen. Dann war ich aber schon fertig als die Fähre anlegte. Als die Durchsage kam, man solle sich zu den Autos begeben, tat ich dies, versuchte es jedenfalls. Aber ich war wohl auf der falschen Seite von Deck 8 runter gelaufen. Dachte ich. Ich wusste jedenfalls das Auto steht auf Deck 1. Also ganz unten. Aber als ich auf einer schrägen Rampe parkte, die nach oben hin geschlossen war, vor mir und nach mir Schweden, ahnte ich ja nicht, dass der ganze Bereich dahinter mit dicken Brummis zugeparkt sein würde und man nicht durchkam. Da war ein max. Abstand von 30 cm, der sich in meinen Augen noch extrem verengte, da ich langsam eine Panikattacke bekam.

geparkt auf der Rampe…

Da geht dann erst mal nix mehr – einfach irgendwo raus. Also wieder bis Deck 7 hoch an die Reeling. Wie sollte ich das jetzt schaffen da wieder runter zu steigen. OMG. Ich frug in der Cafeteria um Hilfe und ein Servicemann half mir wirklich gut. Er schrieb sich das Kennzeichen und andere Angaben vom Auto auf und funkte mit den Kollegen vom Ein- und Ausweiserteam: Er kam mit mir bis in den unteren Teil der Fähre. Dann übernahm der Mann von den Einweisern. Und ich konnte in seinem Büro oder Aufenthaltsraum warten. Jedenfalls war diesmal alles anders. Pkw´s waren mit Lkw´s geparkt. Ich hoffte nur, es ging niemand anderem auch so.

Endlich fuhr ich von der Fähre und stoppte nach kurzer Zeit auf einem Rastplatz um tief durchzuatmen und dieses verdammt blöde Gefühl, denn das ist eine Panik ja, zu verarbeiten und loszuwerden.

Auf dem Weg nach Mellbystrand, wo ich ja erst gegen 13 Uhr einchecken sollte, nahm ich mir noch die Stadt HELSINGBORG näher vor die Linse. Eine herrliche Küstenstadt in Südschweden in der Provinz HALLANDS LÄN. Sie liegt genau gegenüber von Helsingor in Dänemark am Ostufer des Öresunds. Ich bestaunte in etwa 3 Stunden das neugotische Rathaus mit dem hohen Uhrenturm und den Buntglasfenstern. Dann stieg ich zum Turm Kärnan auf, der aus dem Mittelalter übrig blieb. Er stellt den letzten noch erhaltenen Überrest einer Festungsanlage dar.

Nach dem ich in Melbystrand ankam, ging ich doch erstmal zum Strand, der an der Westküste Schwedens liegt und auch bei Besuchern sehr beliebt ist. Es war um die Mittagszeit herum und der Strand war sehr leer. Ich legte meine Decke in eine kleine Düne. Jetzt erst mal chillen. Einige Zeit hatte ich ja noch.

Ich checkte mit einem Schlüsselcode ein und wurde schon am Hauseingang mit: Willkommen Claudia! begrüßt, geschrieben auf einer Kreidetafel.

Selbstcheckin mit Schlüsselcode

Ich richtete es mir gemütlich ein, dass war leicht, denn so schön, mit Liebe zum Detail und mit Früchten und Süßem begrüßt zu werden ist nicht so oft in Ferienunterkünften. Aber gebucht über AIRBNB hatte ich wieder einmal eine TOP-Unterkunft gefunden. Hier kann mal lange Zeit den Urlaub genießen.

Nach einem wirklich erholsamen Mittagsschlaf, der das Schlafdefizit der Nacht wieder ausglich, schaute ich meine Foto´s und Video´s durch, die ich ja in Helsingsborg so gemacht habe. Da kam mir die Idee doch mal das Minirad, was hier mit dabei war, näher zu inspizieren. Ich dachte erst: ja ok, so ein Minirad, das hält mich nicht aus. Aber auf diesem Minirad waren ja richtige Outdoorreifen so vollgepumpt drauf, das ich mir da keine Gedanken mehr machen brauchte.

Also packte ich kurzerhand ein paar Sachen zusammen und fuhr an den Strand um Aufnahmen mit einer Drohne zu machen. Und diese wurden super. Jetzt am Abend habe ich auch Zeit, diese Zeilen zu schreiben und Bilder des 1. Tages zu sortieren, bearbeiten, verkleinern, hochladen, teilen….

GOD NATT

2 comments

Kommentar verfassen